Großes Interesse an Infoveranstaltung „Wolf im Landkreis Kusel“


Auf reges Interesse stieß die Informationsveranstaltung zum Thema „Wolf“, zu der der Landkreis Kusel gemeinsam mit den Verbandsgemeinden Kusel-Altenglan, Lauterecken-Wolfstein und Oberes Glantal am Mittwochabend in die Aula des Horst-Eckel-Hauses in Kusel eingeladen hatte. Zahlreiche Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die aktuelle Situation im Landkreis zu informieren.

Hintergrund der Veranstaltung sind die in den vergangenen Wochen bekannt gewordenen Nachweise eines Wolfs im Landkreis Kusel sowie mehrere Übergriffe auf Nutztiere. Ziel des Abends war es, die Sachlage fachlich fundiert darzustellen, rechtliche Rahmenbedingungen zu erläutern und Unterstützungsangebote für betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter aufzuzeigen.

In ihren Fachvorträgen informierten die Vertreter des Koordinationszentrums Luchs und Wolf (KLUWO), Julian Sandrini und Ina Brüggemeier sowie Lea Lorscheider von der Naturschutzabteilung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM), über den aktuellen Stand der Erkenntnisse zum Wolfsbestand in der Region. Dabei wurden unter anderem Monitoringverfahren, Zuständigkeiten sowie Abläufe bei Schadensmeldungen erläutert. Zudem stellten die Referenten bestehende Förderprogramme und praktische Maßnahmen zum Herdenschutz vor.

Im anschließenden Austausch wurden zahlreiche Fragen aus dem Publikum aufgegriffen. Thematisiert wurden insbesondere Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung von Präventionsmaßnahmen, Anforderungen an wolfssichere Zäune sowie das Vorgehen bei Rissereignissen. Die Vertreter der Fachbehörden betonten die Bedeutung eines frühzeitigen Herdenschutzes und verwiesen auf bestehende Beratungsangebote.

Der Landkreis Kusel kündigte an, die Entwicklung weiterhin aufmerksam zu begleiten und im engen Austausch mit den zuständigen Fachstellen sowie den betroffenen Tierhalterinnen und Tierhaltern zu stehen. Ziel bleibt es, Transparenz zu schaffen, sachlich zu informieren und praktikable Lösungen im Umgang mit dem Wolf in der Region zu unterstützen.