Wichtige Impulse für die Gesundheitsversorgung in der Westpfalz
Gesundheitsminister Clemens Hoch hat der Westpfalz-Klinikum GmbH einen Förderbescheid in Höhe von rund sechs Millionen Euro überreicht. Mit dem Geld soll die Radiologie erweitert und modernisiert werden. Die Landesmittel umfassen die notwendigen Baumaßnahmen. „Damit wird die Diagnostik im Westpfalz-Klinikum am Standort Kaiserslautern eine wesentliche Verbesserung zum Wohle der Patientinnen und Patienten erfahren“, so der Minister.
„Die Radiologie ist ein Schlüsselbereich unseres Klinikums und bildet die Grundlage für unzählige medizinische Entscheidungen. Eine schnelle, präzise Diagnostik sowie die sich daran anschließende Therapie sind heute wichtiger denn je – deshalb ist es entscheidend, dass wir unsere Radiologie nun baulich weiter modernisieren. Der Fördermittelbescheid über rund sechs Millionen Euro ist dafür ein wichtiger Meilenstein. Für diese wertvolle Unterstützung danken wir dem Land Rheinland-Pfalz ausdrücklich“, freut sich Thorsten Hemmer, Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums.
Im Rahmen des Besuchs haben das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit und die Westpfalz-Klinikum GmbH auch einen „Letter of Intent“ (LOI) zur Unterstützung des geplanten Gesundheitscampus Kaiserslautern unterzeichnet. Das Land bekundet darin seine Absicht, die Errichtung des Gebäudeteils sowie die Ausstattung der geplanten Medical School Kaiserslautern in Kooperation mit der Semmelweis Universität Budapest mit investiven Fördermitteln von bis zu zwölf Millionen Euro zu unterstützen. „Wir schaffen hier ein zukunftsweisendes Projekt für die medizinische Versorgung, die Fachkräftesicherung und den Wissenschaftsstandort Rheinland-Pfalz. Wir brauchen mehr gut ausgebildete Fachkräfte im Gesundheitswesen. Der Gesundheitscampus leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Gleichzeitig stärken wir Kaiserslautern als Hochschul- und Wissenschaftsstandort und schaffen attraktive Ausbildungs- und Studienbedingungen für die Fachkräfte von morgen“, sagt Gesundheits- und Wissenschaftsminister Clemens Hoch.
Der Gesundheitscampus soll neben der Medical School Kaiserslautern auch einen integrierten Ausbildungscampus für Gesundheitsberufe mit modernen Skills Labs umfassen. Damit soll auch das interdisziplinäre Arbeiten zwischen den Medizinern und den Gesundheitsfachberufen gelernt und geübt werden. Das Studienmodell sieht vor, dass die Studierenden zunächst drei vorklinische Studienjahre an der Semmelweis Universität in Budapest absolvieren und anschließend ihre klinische Ausbildung in Kaiserslautern fortsetzen. Bereits zum Wintersemester 2025/2026 haben die ersten 42 Studierenden ihr Studium aufgenommen. Ab 2028 soll der klinische Studienabschnitt am Standort Kaiserslautern beginnen.
„Die Absichtserklärung der Landesregierung ist ein großartiges, positives Signal für unsere Medical School Kaiserslautern. Dass das Land den Ausbau der Medizinstudienplätze vorantreibt und unsere bis zu 80 geplanten Studienplätze pro Jahr zudem als festen Baustein im Koalitionsvertrag benennt, freut uns ungemein. Auch dafür möchten wir der Landesregierung ausdrücklich danken. Gemeinsam werden wir den Aufbau der Medical School nun mit Nachdruck vorantreiben und die Voraussetzungen schaffen, damit künftig angehende Ärztinnen und Ärzte in Kaiserslautern ausgebildet werden können. Wir bieten jungen Menschen dadurch eine moderne, praxisnahe und international ausgerichtete Ausbildung, die eng mit der medizinischen Versorgung vor Ort verzahnt ist“, so Prof. Dr. Karlheinz Seidl, Ärztlicher Direktor im Westpfalz-Klinikum.
Mit der Unterzeichnung des LOI haben das Land und das Westpfalz-Klinikum nun die Grundlage für die weiteren Gespräche über die konkrete Ausgestaltung der Förderung geschaffen.
