Neue Luftrettungsstation stärkt die Notfallversorgung in der Westpfalz
Mit der feierlichen Einweihung der neuen Luftrettungsstation für „Christoph 66“ in Rockenhausen-Dörnbach ist ein wichtiger Meilenstein für die notfallmedizinische Versorgung der gesamten Westpfalz erreicht. Von den modernen Einsatzbedingungen profitiert auch der Landkreis Kusel.
Wie wichtig die Luftrettung ist, zeigte sich unmittelbar zu Beginn der Feier am Montag, 10. August: Pünktlich zum Veranstaltungsbeginn hob „Christoph 66“ zu einem Rettungseinsatz ab.

Aus Mainz war Dirk Herber, Staatssekretär im Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr Rheinland-Pfalz, zur Einweihung angereist. Zu den weiteren Gästen gehörten die Landräte Johannes Huber (Landkreis Kusel), Rainer Guth (Donnersbergkreis) und Ralf Leßmeister (Landkreis Kaiserslautern) sowie der ehemalige Landrat und heutige Landtagsabgeordnete Otto Rubly (Landkreis Kusel).
Ebenfalls an der Feier teil nahmen Michael Vettermann, Stadtbürgermeister von Rockenhausen, Dr. med. Michael Kinn, Leitender Oberarzt am Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern, Prof. Dr. med. Thomas Volk, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum des Saarlandes, sowie Frédéric Bruder, Vorsitzender der Geschäftsführung der ADAC Luftrettung.
Dipl.-Ing. Helmut Wedig, Geschäftsführer der Planungsgesellschaft Jörg Kühn mbH, stellte die wesentlichen Fakten zur neuen Luftrettungsstation vor. Die Moderation übernahm Benjamin Heese, Bereichsleiter Partnermanagement der ADAC Luftrettung
„Die neue Luftrettungsstation ist ein großer Gewinn für die Menschen im Landkreis Kusel und in der gesamten Westpfalz. Gerade in unserem ländlich geprägten und teilweise schwer zugänglichen Kreis kann schnelle Hilfe aus der Luft entscheidend sein. Dass der Standort bis 2048 gesichert ist, stärkt unsere medizinische Versorgung nachhaltig“, erklärt Landrat Johannes Huber.
Die Geschichte von „Christoph 66“ ist eng mit dem Landkreis Kusel verbunden. Die damaligen Landräte Rainer Guth, Ralf Leßmeister und Otto Rubly hatten sich seit 2018 gemeinsam für einen Rettungshubschrauber in der Westpfalz eingesetzt. Nach dem ersten Standort in Sembach war der Hubschrauber zeitweise in Eßweiler im Landkreis Kusel stationiert. Seit der offiziellen Indienststellung durch die ADAC Luftrettung im Jahr 2019 absolvierte „Christoph 66“ mehr als 11.000 Einsätze.
Nach Angaben der ADAC Luftrettung ist der Neubau in Dörnbach die erste nachhaltige Luftrettungsstation Deutschlands. Das in Holzbauweise errichtete Gebäude bietet moderne Arbeits- und Ruheräume, einen Doppelhangar sowie eine ressourcenschonende Energieversorgung.
Das Einsatzgebiet von „Christoph 66“ umfasst die Stadt und den Landkreis Kaiserslautern, die Landkreise Kusel und Birkenfeld sowie den Donnersbergkreis. Als einziger notarztbesetzter Rettungshubschrauber mit Rettungswinde in Rheinland-Pfalz ist er insbesondere für die Versorgung im ländlichen Raum von großer Bedeutung.

