Land l(i)eben
Jugend-Ideenschmiede wurde bei Abschlussveranstaltung zum Kreisentwicklungskonzept vorgestellt
Von der Jugendbeteiligung zur Jugend-Ideenschmiede
Wichtige Impulse für die Entwicklung der Jugend-Ideenschmiede kommen aus dem Jugendforum des Landkreises Kusel. Das Jugendforum bringt die Perspektiven junger Menschen in die Kreisentwicklung ein und begleitet die Frage, wie Jugendbeteiligung im Landkreis langfristig gestaltet werden kann. Damit soll Jugendbeteiligung stärker zu einem kontinuierlichen Prozess werden: Junge Menschen sollen nicht nur punktuell nach ihrer Meinung gefragt werden, sondern Möglichkeiten erhalten, eigene Vorschläge einzubringen, Projekte mitzugestalten und Verantwortung für ihre Ideen zu übernehmen.
Unterstützerinnen und Unterstützer gesucht
Dass Jugendbeteiligung nicht allein Aufgabe junger Menschen ist, wurde auch bei der Abschlussveranstaltung deutlich. Besucherinnen und Besucher konnten sich vor Ort als Unterstützerinnen und Unterstützer der Jugend-Ideenschmiede eintragen und damit ein Zeichen dafür setzen, dass die Ideen junger Menschen im Landkreis Gehör finden sollen.
Gefragt sind dabei Menschen aus unterschiedlichen Bereichen: aus Kommunalpolitik und Verwaltung ebenso wie aus Vereinen, Schulen, Jugendarbeit, Ehrenamt und Zivilgesellschaft. Denn damit aus einer guten Idee ein umsetzbares Projekt werden kann, braucht es häufig Menschen, die Kontakte herstellen, Wissen einbringen, Türen öffnen oder junge Menschen bei den nächsten Schritten unterstützen.
Auch in der Podiumsdiskussion an dem Abend spielte die Jugend-Ideenschmiede eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit Anja Hartenhauer, Mirko Klein und Jonathan Markworth, die als Vertreterinnen und Vertreter des Jugendforums Landkreis Kusel auf der Bühne standen, ging Michelle Stammwitz, Projektkoordinatorin für Partizipation & Teilhabe von LAND L(i)EBEN, der Frage nach, wie Beteiligung so gestaltet werden kann, dass junge Menschen tatsächlich Einfluss nehmen und erleben, dass ihr Engagement etwas bewirkt. Dabei wurde deutlich: Wer möchte, dass es auch in zehn oder zwanzig Jahren Menschen gibt, die sich ehrenamtlich engagieren, Bürgermeisterämter übernehmen oder Fördervereine tragen, muss Jugendliche heute bei ihren Vorhaben unterstützen. Erwachsene und Alteingesessene sind gefragt, ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiterzugeben, Kontakte zu vermitteln und ihre Netzwerke zu öffnen. Das beginnt ganz konkret mit einem ‚Ich kenne da jemanden‘ oder ‚Das passende Werkzeug habe ich in der Garage‘. Wer Zeit, Ressourcen und Begleitung einbringt, hilft jungen Menschen, ihre Ideen umzusetzen und selbst Verantwortung für das Zusammenleben vor Ort zu übernehmen.
