Absichtserklärung zur Zukunft der ehemaligen Unteroffizier-Krüger-Kaserne in Kusel unterzeichnet
Für Stadt, Verbandsgemeinde und Landkreis rückt damit ein Wunsch näher, für den sie sich seit Jahren gemeinsam einsetzen: dass Soldatinnen und Soldaten wieder nach Kusel kommen.
„Aus einer Möglichkeit ist nun eine konkrete Perspektive geworden“, sagte Landrat Johannes Huber bei der Unterzeichnung. Vertreter des Bundesministeriums der Verteidigung, der Bundeswehr, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, des Landes Rheinland-Pfalz und der Kommunen seien zusammengekommen, um die Voraussetzungen für eine Rückkehr der Bundeswehr nach Kusel zu schaffen. Bis dahin müssten Fragen zur Entwicklung des Geländes und zu den weiteren Verfahren geklärt werden.
Die veränderte Sicherheitslage in Europa und der geplante Aufwuchs der Bundeswehr erfordern zusätzliche Ausbildungs- und Unterbringungskapazitäten. Das Bundesministerium der Verteidigung setzte deshalb im Oktober 2025 die Umwandlung zahlreicher ehemaliger Militärliegenschaften für eine zivile Nutzung aus. Von diesem Moratorium ist auch die ehemalige Unteroffizier-Krüger-Kaserne betroffen. Im August 2026 beauftragte das Ministerium für Kusel und vier weitere Standorte konkrete vorbereitende Schritte.
Huber dankte den Beteiligten auf Bundes- und Landesebene sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben für die Zusammenarbeit. Er hob zugleich das starke gemeinsame Engagement der Akteure vor Ort hervor. Die Stadt Kusel, die Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan und der Landkreis und die politischen Vertreter hätten sich gemeinsam für eine Reaktivierung des Standortes eingesetzt. Sein besonderer Dank galt Thomas Danneck, Mitglied des Kreisvorstandes und Beauftragter für den Windhof, für dessen langjähriges Engagement.
Eine Rückkehr der Bundeswehr könnte dem Landkreis neue Arbeitsplätze und wirtschaftliche Impulse bringen, etwa für den Wohnungsmarkt, das Handwerk, den Handel und Dienstleistungsbetriebe. „Wir werden alles in unserer Zuständigkeit Liegende tun, um die weiteren Verfahren konstruktiv, verlässlich und so zügig wie möglich voranzubringen“, sagte Huber. „Mit der heutigen Unterzeichnung beginnt die nächste Etappe und ich freue mich auf den Tag, an dem wir wieder Soldatinnen und Soldaten in Kusel begrüßen können“.
